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Leuchten ABC

A

Ampere

Das Ampere mit Einheitenzeichen A, nach André Marie Ampère benannt, ist die SI-Basiseinheit der elektrischen Stromstärke I.

AGL

Allgebrauchslampe: Glühlampen sind typische Temperaturstrahler, in denen ein auf ca. 2600-3000 Kelvin erhitzter Wolframdraht in einem abgeschlossenen Glaskolben unter Vakuum oder in einer inerten Gasatmosphäre durch Stromdurchgang zum Glühen gebracht wird. Der Hauptanteil der abgegebenen Strahlung liegt dabei im infraroten Bereich.

Bei Glühlampen wird nur 5% bis 10% in Licht umgewandelt. Die Restliche Energie geht als Wärme verloren. Die durchschnittliche Lebensdauer der Leuchtmittel wird mit ca. 1000h beziffert.

B

Beleuchtungsstärke

bezeichnet den Lichtstrom pro Flächeneinheit mit der Einheit Lux (lx) 1 Lumen/m2 = 1 lx. Die Beleuchtungsstärke gibt an, wie hell die Gegenstände beleuchtet sind. Ob die Lichtmenge ausreicht, damit wir den Gegenstand gut erkennen können, hängt allerdings nicht von der Beleuchtungsstärke sondern von der Leuchtdichte ab, also von der Lichtmenge, die der Gegenstand zu den Augen zurückwirft.

Die Beleuchtungsstärke nimmt mit dem Quadrat der Entfernung zur Lichtquelle ab (= doppelte Entfernung → 4fach geringere Beleuchtungsstärke).

Die Beleuchtungsstärke von Tageslicht (mittags) schwankt zwischen 100 000 lx an einem schönen Sommertag und 400 lx an einem trüben Wintertag.

Brennlage

Gibt an, in welcher Position die Lampe in Abweichung von der Horizontalen betrieben werden darf. Eine Brennlage 360° Lampe ist ohne Einschränkung in jeder Lage zu betreiben. 15° Lampen dürfen nur im angegebenen Winkel zur Waagerechten betrieben werden. Nichtbeachtung kann zu einem vorzeitigen Ausfall der Lampe führen.

C

Candela

siehe Lichtstärke

D

Dimmer

Als Dimmer bezeichnet man Thyristorsteller oder Triacsteller zur Regelung der Helligkeit von Glühlampen.
Wird eine Glühlampe gedimmt, sinkt die Leistungsaufnahme und folglich auch der Energiebedarf. Die Lebensdauer erhöht sich u.U. wesentlich, da die Glühfadentemperatur absinkt. Die Effizienz der Lichterzeugung (Lichtausbeute) sinkt dadurch jedoch stark ab. Durch das Dimmen verändert sich auch die Lichtfarbe – die Farbtemperatur sinkt ab.
Magnetische Transformatoren werden mit eine sogenannten Phasenanschnittdimmer gedimmt, elektronische mit einem sogenannten Phasenabschnittdimmer.

E

Elektronische Trafos

Elektronische Trafos werden als sogenannte Schaltnetzteile aufgebaut, deren Hauptmerkmale niedriges Gewicht und kleine Bauformen sind. Vorteile sind weiterhin die leistungsunabhängige Ausgangsspannung auf einen für Halogenlampen optimalen Wert knapp unter 12V, der Softstart sowie der Überlastschutz.
Die Anwendung ist auf Leistungen von ca. 200 Voltampere begrenzt, begründet durch den hohen Funkenschutzaufwand, der bei größeren Leistungen und wegen seiner Betriebsfrequenz von 30-40 kHz notwendig ist.
Leuchten die mit elektronischen Trafos ausgerüstet sind, müssen einer EMV-Prüfung unterzogen werden.
Bei elektronischen Trafos darf die maximale Leitungslänge (sekundär) zu der entferntesten Leuchte aus Störschutzgründen nicht 2m überschreiten.

Emittiertes Licht

Bezeichnet die Menge des ausgesendeten Lichtes einer Lichtquelle.

EMV

Die Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) kennzeichnet den üblicherweise erwünschten Zustand, dass technische Geräte einander nicht wechselseitig mittels ungewollter elektrischer oder elektromagnetischer Effekte störend beeinflussen.

Energiesparleuchtmittel

Bezeichnet die Menge des ausgesendeten Lichtes einer Lichtquelle.

EN60598

ist die Hauptrichtlinie, nach der Leuchten zu prüfen sind

ESL / Energiesparleuchtmittel

siehe Leuchtstofflampe

F

Farbtemperatur

Hierunter versteht man die Farbe des Lichtes, gemessen in Kelvin. Die Lichtfarbe ist entscheidend für die Lichtstimmung und das Wohlgefühl.
Je höher der Kelvinwert, desto kälter wirkt das Licht:

unter 3300K - warmweiß

3300K - 5300K - neutralweiß

über 5300K - kaltweiß

Fassung

siehe Sockel

G

Glühwendel

wird auch Glühfaden oder –draht genannt und bezeichnet einen gewendelten (= zur Helix gedrehten) Wolframdraht, welcher durch Widerstand Strom in Wärme- und Lichtenergie umwandelt.
Beim Einschalten ist der Widerstand deutlich geringer als während des Betriebs was einen höheren Stromfluss zur Folge hat. Dadurch erklärt sich, warum die meisten Leuchtmittel beim Einschalten durchbrennen.

GS-Zeichen

Das Siegel "Geprüfte Sicherheit" bescheinigt, dass Produkte den Anforderungen des Geräte- und Produktsicherheitsgesetz entsprechen.

H

Halogenlampen

Funktionieren durch das Glühen einer Wendel ähnlich wie normale AGL Leuchtmittel. Halogenlampen arbeiten mit etwas höherer Wendeltemperatur als Glühlampen
Die Halogengase im Inneren verhindern, dass sich die aus der Glühwendel verdampfenden Metallgase auf der Kolbeninnenfläche niederschlagen und diesen schwärzen. Das beim Lampenbetrieb von der Wendel abdampfende Wolfram gelangt durch Diffusion oder Konvektion nahe der Glaskolbenwand in Temperaturgebiete (< 1400°K), in denen sich stabile Halogenverbindungen bilden. Mit der thermischen Strömung gelangen diese Verbindungen wieder in die Nähe der heißen Wendel und zerfallen dort wieder. Ein Teil des Wolframs wird wieder auf die Wendel zurücktransportiert, allerdings nicht an seine Herkunftsstelle.
Dies bewirkt eine bessere Effizienz und eine längere Lebensdauer gegenüber AGL-Lampen. Die durchschnittliche Lebensdauer der Leuchtmittel wird mit ca. 2000h beziffert.

Hertz (Hz)

ist die SI-Einheit für die Frequenz. Die Einheit wurde nach dem deutschen Physiker Heinrich Rudolf Hertz benannt. Die Maßeinheit Hertz gibt die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde an, allgemeiner auch die Anzahl von beliebigen sich wiederholenden Vorgängen pro Sekunde.

Hochvolt-Halogenlampen

Es gibt diverse Ausführungen. Sehr verbreitet sind die Halogenleuchtstäbe mit 100W bis 500W (oder mehr) Leistung. Eher neu sind Halogenlampen mit geringeren Leistungen, die sogar in die Fassung herkömmlicher Leuchten eingesetzt werden können. Dieses ist eine gute Alternative zu konventionellen Leuchtmitteln. Parallel dazu wurden auch Hochvolt Kaltlichtlampen mit GZ-10 Fassungen eingeführt, die dem Niedervolt Coolbeam Leuchtmittel ähneln. Hochvolt-Halogenlampen lassen sich mit einem konventionellen Phasenanschnittdimmer dimmen

Hochvolttechnik

Hier ist zum Betrieb der Lampe kein Trafo nötig, da diese Lampen mit Netzspannung (230 Volt in Deutschland) betrieben werden.

I

IP Schutzart

Die Schutzart gibt die Eignung von elektrischen Betriebsmitteln (zum Beispiel Leuchten) für verschiedene Umgebungsbedingungen an und zusätzlich den Schutz von Menschen gegen potentielle Gefährdung bei deren Benutzung. Die IP Schutzklasse in 2 Ziffern unterteilt, wobie die erste Ziffer den Schütz gegen Berührung gegen Feststoffe darstellt und die zweite Ziffer den Schutz gegen Wasser angibt.

1. Kennziffer für Berührungsschutz:

IP1X - Schutz gegen Fremdkörper mit Durchmesser > 50mm
IP2X - Schutz gegen Fremdkörper > 12mm Durchmesser
IP3X - Schutz gegen Fremdkörper mit Durchmesser > 2,5mm
IP4X - Schutz gegen Fremdkörper > 1mm Durchmesser
IP5X - staubgeschützt
IP6X - staubdicht

2. Kennziffern für Wasserschutz:

IPX0 - Nicht vor eindringendem Wasser geschützt
IP1X - Geschützt gegen senkrecht fallendes Tropfwasser
IP2X - Geschützt gegen schräg fallendes Tropfwasser (15° gegenüber der Senkrechten)
IP3X - Geschützt gegen Sprühwasser (bis 60° gegenüber der Senkrechten)
IP4X - Geschützt gegen Sprühwasser
IP5X - Geschützt gegen Strahlwasser (aus allen Richtungen)
IP6X - Geschützt gegen starkes Strahlwasser (unter Druck)
IP6X - Geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen
IP6X - Geschützt gegen dauerndes Untertauchen

J

K

Kelvin

Bezeichnet die Farbtemperatur (Einheit K) und damit die Farbe des Lichtes. Je größer der Wert, desto kälter ist das Licht. Es wird unterteil in warm-weiß (< 3.300K), neutral-weiß (3.300K bis 5.300K) und kalt-weiß (> 5.300K). Kelvin ist ebenfalls eine alternative Einheit zur Temperaturangabe.

L

Lampenstrom

Gibt die Stromaufnahme der Lampe bzw. Leuchte in Ampere bzw. Milliampere an, z.B. hat eine Leuchte mit einem 60W Leuchtmittel eine Stromaufnahme von 60 W / 230 V = 261 mA

LED

Eine Leuchtdiode (auch Lumineszenz-Diode, kurz LED für Light Emitting Diode bzw. lichtemittierende Diode) ist ein elektronisches Halbleiter-Bauelement. Fließt durch die Diode Strom in Durchlassrichtung, so strahlt sie Licht mit einer vom Halbleitermaterial abhängigen Wellenlänge ab.
LEDs könne je nach Einsatzbereich eine Lebensdauer von bis zu 80.000-100.000 h erreichen.
Da praktisch keine Energie in Form von Wärme und UV-Strahlung abgegeben wird, sind LEDs weitaus effizienter als Glühlampen.

LED Technik:

Die effizientesten verfügbaren weißen LEDs erreichen eine Lichtausbeute von mehr als 110 lm/W. Die Lichtausbeute liegt über der von Glüh- und Halogenlampen mit 17 bzw. 30 lm/W und mittlerweile gleichauf mit der von Leuchtstofflampen, 60–110 lm/W. Erst seit kurzem findet diese Technik auch Verwendung für Beleuchtungsaufgaben im Haushalt. LED Leuchtmittel gibt es mittlerweile in unterschiedlichen Sockelformen.

Leuchtdichte

Die Leuchtdichte L (engl. luminance) ist das fotometrische Maß für Helligkeit. Eine Lichtquelle erscheint also umso heller, je kleiner ihre Fläche im Vergleich zur Lichtstärke I ist. Die Leuchtdichte ist das, was Menschen als Helligkeit wahrnehmen.

Leuchtstofflampe/Energiesparlampe:

Energiesparlampen im engeren Sinne sind Kompaktleuchtstofflampen mit integriertem Vorschaltgerät und einem Edisonsockel (Schraubsockel), um sie anstelle von Glühlampen einsetzen zu können. Der Begriff an sich ist jedoch technologieneutral und kann auch andere sparsame Leuchtmittel mit einschließen. Bei ESL wird 30% bis 40% in Licht umgewandelt. Die Restliche Energie geht als Wärme verloren. Die Röhre, in der die Gasentladung stattfindet, ist bei diesen Lampen gegenüber anderen Leuchtstofflampen kleiner und gebogen oder mehrfach gefaltet, um sie platzsparender unterzubringen. Daher das Präfix Kompakt.

Lichtstrom

Der Lichtstrom, angegeben in Lumen (lm), bezeichnet die gesamte Strahlungsleistung einer Lichtquelle, die diese in alle Richtungen abgibt. Dies ist wichtig zur Ermittlung der Energieeffizienz.

Lichtstärke

Die Stärke des Lichtstroms, den eine punktförmige Lichtquelle in eine bestimmte Richtung ausstrahlt, wird als Lichtstärke in Candela (cd) angegeben. Sie ist die Lichtleistung, die in einen unendlich kleinen Raumwinkel abgestrahlte Lichtleistung einer Quelle. Eine Weihnachtskerze, die nach allen Richtungen gleichmäßig Licht abstrahlen kann, besitzt eine Lichtstärke von ca. 1 cd. Wird das Licht durch einen Reflektor fokussiert, verkleinert sich der Raumwinkel und nimmt die Lichtstärke damit zu.

Lumen

Ist die Einheit für den Lichtstrom und gibt die Helligkeit einer Lampe an. Je höher der Wert, desto heller die Lampe. Aufgrund der LED Technologie, die deutlich weniger Energie (Watt) benötigt um die gleiche Helligkeit wie in der Vergangenheit Standardlampen zu erzeugen, werden Leuchten und Lampen zusätzlich mit der Einheit Lumen (lm) ausgewiesen.

250 Lumen entsprechen ca. 25W, 800 Lumen ca. 60W und 1500 Lumen etwa 100W einer Standardlampe.

M

Mehrfarbige LED

siehe RGB

N

Neonlampen

Als Neonröhre bezeichnet man eine Leuchtröhre, die mit dem Edelgas Neon befüllt ist und beim Anlegen einer Spannung von mehreren 100 bis 1000 Volt intensiv rot leuchtet. Die Neonröhre arbeitet im Gegensatz zu Leuchtstofflampen mit einer Neon-Füllung und leuchtet rot-orange. Sie ist daher keine Leuchtstoffröhre (Leuchtstoffröhren enthalten Quecksilberdampf und besitzen einen Leuchtstoff auf der Glasinnenseite), sondern hat einen unbeschichteten klaren oder rot getönten Glaskolben. Neonröhren werden zum Beispiel in der Lichtwerbung (Leuchtreklame) und zur Befeuerung hoher Bauwerke verwendet.

Niedervolttechnik

Im Gegensatz zur Hochvolttechnik ist hier zum Betrieb ein Trafo nötig, der die Netzspannung von 230 Volt (in Deutschland) auf 12 Volt Betriebsspannung wandelt.

O

P

Q

Quecksilber

Ist ein chemisches Element und sogenanntes Übergangsmetall, meistens in flüssiger Form. Seine ursprüngliche Verwendung in Thermometern wurde 2009 verboten. Heutzutage kommt es u.a. in Energiesparleuchtmitteln vor. Geht ein solches Leuchtmittel zu Bruch kann das Quecksilber entweichen, wobei der gasförmige Anteil bei einer leuchtenden ESL höher ist, als bei einer kalten. Sollte Ihr Leuchtmittel zu Bruch gehen, lüften Sie den Raum gut und achten Sie auch bei der Entsorgung darauf, nicht mit dem Quecksilber in Berührung zu kommen.

R

RGB LED

Ist die Kombination mehrerer farbiger LEDs (additive Farbmischung). Die Farben Rot (R) Grün (G) Blau (B) werden in verschiedener Intensität gemischt um unterschiedliche Farben zu erzeugen.

S

Schaltzyklus

Ist eine Angabe zur Lebensdauer eines Leuchtmittels. Ein Schaltzyklus umfasst den Wechsel von aus- zu angeschaltet und zurück bzw. von an- zu ausgeschaltet und wieder zurück.

Sockel

Jeder Leuchtmitteltyp verfügt über eigene spezifische Anschlusssockel. So werden beispielsweise Leuchtmittel (Allgebrauchsleuchtmittel) mit zwei Arten von Schraubgewinden ausgeliefert, nämlich in E 14 und E 27. Die entsprechende Angabe findet sich in der Regel auf dem Typenschild des Leuchtmittels.

Spannung

siehe Volt

Stromstärke

siehe Ampere

T

Transformator

Ein Transformator (kurz: Trafo) ist ein elektrotechnisches Betriebsmittel, das vor allem dazu dient, elektrische Energie auf ein anderes elektrisches Spannungsniveau zu übertragen. Das Verhältnis der Stromstärken an Ein- und Ausgangsklemmen ist dabei umgekehrt zu dem Verhältnis der dort gemessenen Spannungshöhen (wenn man die Verluste vernachlässigt).
Ein Transformator besteht mindestens aus einer Spule mit mehreren Anzapfungen oder aus zwei oder mehreren getrennten Spulen, die induktiv, also magnetisch, gekoppelt sind. Zur optimalen Führung des magnetischen Flusses im so genannten Transformatorkern und um die magnetische Kopplung der Spulen untereinander zu maximieren, haben praktische Ausführungen von Transformatoren ihre Spulen meist auf einem gemeinsamen Eisen- oder Ferritkern untergebracht.

U

UV-Strahlung

Neben dem sichtbaren Licht beinhaltet das Spektrum lang- und kurzwellige Bereiche, die aber für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. Die kurzwelligen Ultraviolettanteile sind für das Auge schädlich. Dies gilt vor allem für UV-B und UV-C-Strahlen. Halogenlicht strahlt in einem besonders weiten Lichtspektrum und damit auch im UV-Bereich. Hier werden die UV-Strahlen mittels Filter eliminiert.

V

Volt

Das Volt ist die abgeleitete SI-Einheit der elektrischen Spannung mit dem Einheitenzeichen V. Das Volt ist nach dem italienischen Physiker Alessandro Volta benannt. Es wird unterschieden zwischen 220-240V Hochvolt und 12V Niedervolt.

W

Watt

Watt: Das Watt ist die SI-Einheit für die Leistung in der Physik. Es wurde nach dem schottischen Erfinder James Watt benannt. Watt ist das Produkt aus Stromstärke und elektrischer Spannung z.B. 230 V x 0.5 A =115 W